Sprache als Spiegel der Gesellschaft
15. Juli 2026, von Marianne Mettjes

Foto: Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen
Sprache als Spiegel der Gesellschaft -
Hybride Lehrveranstaltung
Vaclav Havel, tschechischer Dissident und ab 1989 Präsident der Tschechischen Republik, ging davon aus, dass alle wichtigen Ereignisse der realen Welt, die schönen, ebenso wie die ungeheuerlichen, immer ihr Vorspiel in der Sprache haben. Sprache ist überall.
Sprache hat Macht und konstruiert Wirklichkeit. In der Sprache spiegeln sich Dissens und Konsens; Sprache kann radikalisieren und Brücken der Verständigung bauen; Sprache kann manipulieren und ausgrenzen. Gegenwärtig merken wir, wie sich die Sprache verändert, um z.B. Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft zu begründen. Die Lehrveranstaltung untersucht, wie Sprache in Wort und Bild derzeitig in der Gesellschaft, in Kirchen und in verschiedenen Gruppierungen gebraucht wird. Sprache ist menschengemacht – und wirkt auf den Menschen zurück. Sie prägt Gesellschaften – und Gesellschaften prägen sie.
Wir untersuchen, wie Sprache wirkt und welche Mechanismen hinter dem Gebrauch der Sprache stehen. Wie wollen anhand von aktuellen Äußerungen in verschiedenen Medien und Gruppierungen untersuchen, was Sprache über unsere Zeit aussagt. Grundlage für die Lehrveranstaltung ist das Buch "LTI" von Viktor Klemperer.
Die Lehrveranstaltung findet alle zwei Wochen in Präsenz statt; jede andere zweite Woche treffen wir uns online.
dienstags 18–20 Uhr
Termine: 20.10.2026, 3.11.2026, 17.11.2026, 1.12.2026, 15.12.2026, 12.1.2027, 26.01.2027
Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich. Bitte melden Sie sich dafür per E-Mail an: friedenskirchen"AT"uni-hamburg.de

